News

öGB

Wir, das Studio Experimentelles Design und Jesko Fezer wurden vom Stechlin-Institut in Neuroofen zu einer Intervention eingeladen. Thema, Konzeption und Gestaltung der Intervention wurden vor Ort in einem gemeinsamen Prozess zwischen Studio und Institut erarbeitet. Als mögliche Problemfelder wurden einerseits der Informationsfluss nach Außen, andererseits die Kommunikation mit den Hausgästen, sowie die Netzwerkbildung in der Region identifiziert. Einen konkreten Handlungsbedarf sahen wir in der einzigen dem Dorf zugewandten Grundstücksecke und entschieden uns für diesen Ort als Kontext der Intervention. An der Ecke treffen zwei Straßen, ein Ensemble vier grauer Verteilerkästen für Telefon, Internet und Strom, ein ebenso grauer Brunnen für Abwässer, sowie wild wachsende Büsche und Bäume (u.a. ein paar junge Bäume, die mit Intention gepflanzt wurden) aufeinander. Die Grundstücksecke befindet sich in direkter Blickachse vom Wohnhaus der beiden Organisatoren Stef und Romy zum Hauptgebäude des Stechlin-Instituts. Die Ecke wird als Zugang zum Grundstück genutzt und ist dem Haupteingang des Gebäudes am nächsten. Die Situation wurde als „ästhetisch schwierig“ bezeichnet. Daher gab es den Wunsch die Grundstücksecke zu verändern und die technische Infrastruktur-Architektur in die Veränderung einzubeziehen. Dies stellte den Ausgangspunkt der Intervention dar.

Die Analyse der vorhandenen Situation war für uns die Grundlage für die Eingrenzung des Betätigungsfeldes und seiner Bearbeitung. Wir haben nach einer Begehung des Ortes und einer zeichnerischen Auseinandersetzung mit Problemstellen und Potentialen begonnen. Es wurden Beziehungen der Objekte zueinander und zu ihrer Umgebung skizziert und diverse Veränderungen und objekthafte Erweiterungen des Ortes zeichnerisch visualisiert. Verteilerkästen sind im öffentlichen Raum durch ihre Omnipräsenz camoufliert, sie werden kaum wahrgenommen. Durch eine subtile Intervention sollen diese Objekte in eine neue Sichtbarkeit überführt werden. Sie verschwinden als reiner Funktionskasten und treten als arrangiertes Ensemble und ortsspezifische Markierung in Erscheinung (Landmark-Art).

Die Analyseskizzen haben sich aufgrund ihrer Vergleichbarkeit auch als Entwurfsgrundlage angeboten und wurden an einer Wandtafel in einer einzigen Zeichnung überlagert um Ähnlichkeiten und Unterschiede festzustellen und Tendenzen in den parallel zur Auswertung entstandenen Entwürfen auszuloten. Es wurde ersichtlich, dass die bestehende Funktionsarchitektur nicht durch eine Gesamtplanung ästhetisch arrangiert, sondern nach anderen Kriterien an der Grundstücksgrenze platziert wurde. Der Objektbestand macht zwar die unsichtbare Grundstücksgrenze physisch erfahrbar, bildet dabei aber keine zusammenhängende Einheit. Deshalb wurden in den Skizzen Elemente eingebracht, die sowohl Funktionen hinzufügen, den Ort markieren und die wahllos platziert erscheinende Funktionsarchitektur als kreiertes Ensemble erscheinen lassen kann. Es ergab sich eine durch Nummerierungen lesbar gemachte Zeichnung, die erlaubt auch Kombinationen verschiedener Ideen zu lesen. Zur Auswahl standen die Erstellung bzw. das Arrangieren mehrerer funktionaler und nichtfunktionaler Objekte (alleinstehend oder die bestehenden Elemente parasitär nutzend, in diversen Variationen) und das Entfernen bzw. Abholzen von Vegetation. Die durchgeführte Intervention weist Merkmale verschiedener zuvor zeichnerisch entstandener Entwürfe auf und legte die Aktionsfelder „Gartenarbeit“ und „Objekte“ fest.

spark ignite

Warum wir einmal im Jahr aufs Land fahren

🍂 Raschelndes Herbstlaub ✅🔥 Knisterndes Kaminfeuer ✅🐿 Neue Ideen ✅Warum wir einmal im Jahr raus aufs Land fahren, erfährst Du in unserem Blog 👉 youvo.de/2ijyNrq

Posted by youvo.org on Dienstag, 31. Oktober 2017

200 Jahre 200 Jahre
20 min
Aufruf: Kurzzeitstipendien für Non-Profit-Organisationen und Künstler

Wann: ab Mai 2017
Wer: Teams und einzelne Engagierte von Non-Profit-Organisationen und gemeinnützigen Initiativen, Social Entrepreneurs; Künstler*innen und Künstlergruppen, die sich mit dem sozialen Potential ihrer Arbeit auseinandersetzen; insgesamt bietet das Haus komfortabel Platz für bis zu 15 Leute; wir koordinieren die Aufenthalte je nach Euren Platzbedürfnissen.

Wo: Am Stechlin-Institut, nördlich von Berlin im Brandenburger Wald in der Nähe des Stechlin-Sees; mit öffentlichem Nahverkehr gut zu erreichen; noch nicht barrierefrei.

Wie: Einfach unter info@stechlin-institut.org oder 033082 40 29 73 bei uns melden.

Was: Das Stechlin-Institut bietet Euch die Möglichkeit für einen konzentrierten Arbeitsaufenthalt, einzeln oder mit Eurem Team. Konkret stellen wir euch den Ort zur Verfügung, damit Ihr hier ein selbstgesetztes Ziel erreicht. Es ist ein Ort für Begegnungen, der ideal dazu geeignet ist, an den eigenen Fragen zu arbeiten, Energiereserven wieder aufzuladen, gemeinsam inspiriert zu werden, in die glasklaren Seen zu springen und nächtelang in die Sterne zu schauen.
Das große Haus ist ausgestattet mit Küche, Bädern, Betten, Wifi und allen anderen Dingen, die es so braucht. Auf dem Feld gibts Kräuter, im Ort den Bäckerwagen, im Nachbardorf Franks Biohof zum Selberernten, im Wald die Beeren, am See den Fischer und für Wild den Förster.
Zusätzlich zum Aufenthalt werdet Ihr in unser Alumninetzwerk aufgenommen, wo über zukünftige Fördermöglichkeiten informiert und zu Netzwerktreffen eingeladen wird.

Unsere Vision: Wir sind überzeugt von der Kraft künstlerischen Denkens und sozialen Engagements. Quer zu denken und vermeintlich Unverrückbares in Frage zu stellen sind eine Notwendigkeit und Ressource zur positiven gesellschaftlichen Veränderung. Deshalb laden wir Euch ein, gemeinsam die Saison in Stechlin zu verbringen.

Kosten: Euer Eigenanteil an den Kosten beträgt 12 Euro pro Person und Tag. Sobald das Haus richtig beheizt werden muss, weil die Temperaturen draußen fallen, entsteht eine Heizkostenpauschale von 15 Euro am Tag. Buchungen für Zeitraum und Personenanzahl müssen verbindlich vorgenommen werden, damit wir ein bisschen planen können.

Bring a friend: Wenn Ihr mit einer Partnerinitiative zusammen kommen wollt, finden wir Euren Mut zum Austausch so gut, dass wir Euren Eigenanteil auf 10 Euro p.P./Nacht senken.

FAQ


Ist das Stechlin-Institut ein Luxushotel?

Über dem Stechlin-Institut sieht man viele Sterne. Mehr als überall sonst in Deutschland. Darüber hinaus gibt es drei Toiletten, zwei Duschen und viele Betten und an den Wänden prangt der blanke Putz. Zum Schlafen könnt ihr euch frei über das Haus verteilen. Die meisten Räume sind groß und offen – Einzel- oder Doppelzimmer gibt es nicht. An den Esstisch passen alle dran, im Kaminzimmer gibts bequeme Sofas über und gemütliche Stimmung machen die Kachelöfen. Um das Haus liegt eine riesige Wiese und alte Bäume spenden Schatten. Die Hauptetage kann beheizt werden, der Dachboden (Schlafraum) ist noch ungedämmt.

Wie gut ist die digitale Anbindung vor Ort?
Das Wifi ist ein Breitbandanschluß, mobiler Datenempfang ist allerdings eher mau. Zum mobilen Telefonieren reichts an vielen Stellen rund ums Haus.

Werden bei dem Kurzstipendium Lebensmittel bereitgestellt?
Nein. Aber es gibt überall in der Umgebung lokale Erzeuger. Die Berliner Faradgang hat für das Institut einen Haufen Fahrräder wieder flott gemacht, mit denen Ihr auf Erkundungstouren gehen könnt. Zum Biobauern, Fischer, Förster, Ziegenhof, Supermarkt, Bäcker oder Imker…

Was sollen wir mitbringen?
Was da ist: Toilettenpapier, Trockentücher für die Küche, Seifen und Geschirrspülmittel (danke Sonett und Ecover!), Öl, Essig, Salz, Gewürze, Zucker, Kaffee (Aldi), Tee.
Mitbringen: Handtücher, Bettwäsche (Laken, Bett- und Kissenbezug), Lebensmittel, Arbeitsutensilien…
Einen Beamer gibts, für den Ihr nur eventuelle Adapter selbst bereitstellen müsstet. Flipchart und Moderationskoffer hats leider noch nicht, aber eine Kreidetafel an der Wand.

Gibt es ein Programm oder ein Angebot?
Nein. Wir stellen Euch den Ort zur Verfügung, damit Ihr hier ein selbstgesetztes Ziel erreicht. Alle Akteure bringen ihre eigene gestalterische Kompetenz mit. Wir sind überzeugt: Jeder ist in der Lage, die ihm geschenkte Zeit in einer unaufdringlichen Gemeinschaft, einer sensiblen Umgebung und ohne Erwartungen und Anforderungen sinnvoll zu nutzen.
Natürlich gibt es zahllose Möglichkeiten aktiv zu sein. Vom Kochen, Schwimmen, Wandern, Radfahren, Segeln, Pilze oder Beeren suchen bis hin zum Holz machen. Der Ort ermöglicht Rückzug und Öffnung – die Gemeinschaft bietet Motivation und Perspektive. Dies ist die Basis, auf der Ihr aufgefordert seid, Euren Aufenthalt mit Eurem Engagement selbst zu gestalten.

Wird von uns erwartet, dass wir uns mit einem Projekt bewerben, bei dem wir mit der KünstlerIn/der Initiative vor Ort zusammenarbeiten?
Nein. Im Gegenteil. Es wird keine andere Aufforderung geben als anzukommen. Wir hoffen, dass Ihr hier an dem weiterarbeiten könnt, wofür Ihr brennt! Zeitweise leben KünstlerInnen und Initiativen zusammen im Haus, begegnen sich bei den alltäglichen Erledigungen, verfolgen ihre selbstgewählten Aktivitäten, tauschen sich vielleicht aus und inspirieren einander. Wie weit diese Begegnungen gehen, ist völlig der Situation und Euch überlassen.

Können wir auch mit mehr als 15 Leuten kommen?
Ja. Wenn Ihr mehr Leute seid, könnt Ihr mit Isomatten und Schlafsäcken im Haus oder in den Sommermonaten im Zelt auf den Wiesen rundherum lagern, müsstet diese allerdings selbst mitbringen.

Können wir als Initiative auch kommen, wenn wir nicht in einer rechtsgültigen Form organisiert sind?
Ja. Definitiv. Euer Engagement zählt.

Einkaufsmöglichkeiten
Bäckerwagen auf dem Dorfplatz (Einer kommt Montag, Mittwoch, Samstag und dann noch einer am Donnerstag, Uhrzeiten sind variabel aber man hört die Hupe)
Kepos Biohof mit Hofladen in Altglobsow, selbst ernten (passendes Bargeld mitnehmen, rund um die Uhr bei Tageslicht geöffnet)
Fischer am Stechlinsee
Edeka, Aldi, Tankstelle, Netto, Apotheken, Bank und Post in Fürstenberg, Rheinsberg oder Gransee

Imbiss/Restaurants
Bric à Brac, Menz
Fischerei Stechlinsee, Neuglobsow
Fontane Gaststätte, Neuglobsow
Drei Jahreszeiten beim Biohof Kepos, Altglobsow
Zum Birkenhof, Burow
Pizza und Pommes am Stechlinsee


schræg denken.sozial handeln

Mitten im Wald und nahe des glasklaren Stechlinsees, 80km nördlich von Berlin, steht das ehemalige Gutshaus Neuroofen dem Stechlin-Institut zur Verfügung.
Wir bieten einen Ort ohne Vorurteile, ein Haus voller Perspektiven, um sozial engagierten Menschen Raum zum Austausch, zur Reflektion und Weiterentwicklung in der Gelassenheit der Natur zu geben.
Das Stechlin-Institut ermöglicht Erfahrungen an der Schnittstelle von Neugier, Kunst und Gesellschaft, um durch ungewohnte Perspektiven soziales Engagement zu befördern.

Wir sind überzeugt von der Kraft künstlerischen Denkens und sozialen Engagements. Quer zu denken und vermeintlich Unverrückbares in Frage zu stellen sind eine Notwendigkeit und Ressource zur positiven gesellschaftlichen Veränderung.

 


Konzept

Mitten im Wald und nahe des glasklaren Stechlinsees, 80km nördlich von Berlin, befindet sich das ehemalige Gutshaus Neuroofen. Unser Ziel ist es, das Gutshaus zu einem Ort zu entwickeln, an dem Initiativen und Künstler*innen zusammen leben und arbeiten können. Ein inklusiver Ort, der als Keimzelle sozialen Wandels und zur Stärkung der Selbstfürsorge der einzelnen Verantwortungstragenden wirkt. Engagierte Gruppen wie singuläre Akteur*innen können sich für eine begrenzte Zeit hier aufhalten, inhaltlich und sozial austauschen und in der achtsamen Atmosphäre des Ortes wirklich begegnen. Als Bewohner*innen des Hauses erfahren sie künstlerisches Denken als die das Stechlin-Institut gestaltende und sich am Ort vermittelnde Haltung. Der Übertrag dieses achtsamen Zusammenlebens und Abstand zum Alltäglichen ermöglicht Perspektivwechsel und wirkt fördernd auf die Problemlösungskompetenzen der Einzelnen.

2017 und 2018 werden wir das Gutshaus während der warmen Monate in seiner ursprünglichen rauen Ästhetik durch Kurzzeitstipendien für Non-Profit-Organisationen und Künstler*innen im Rahmen der Stechlin-Dialoge nutzen. Zwischen 2018 und 2019 soll es behutsam zu einem barrierefreien Ort umgebaut werden, um ganzjährig der Begegnung und dem Rückzug von Künstler*innen und Akteur*innen im sozialen Feld zu dienen. Menschen, die gemeinsam mit Freude daran arbeiten, Wirklichkeit nachhaltig zu gestalten. Daher besteht unser Angebot nicht in einem Programm, sondern in einem Ort, der die Protagonist*innen zur maximalen Offenheit aufruft. Einem Ort der Geborgenheit und aufrichtigen Aufmerksamkeit gegenüber sich selbst und dem Anderen, gegründet auf der Überzeugung, dass die Menschen bereits in sich tragen, was sie brauchen.

Mehr dazu im Interview mit tbd*

Erzählt uns ein wenig von eurem Projekt. Was hat es damit auf sich?
Nur eine gute Stunde von Berlin, mitten im Wald und nahe des klarsten Sees Norddeutschlands – dem Großen Stechlinsee – liegt das Stechlin-Institut in einem alten Gutshaus. Diesen Ort stellen wir gemeinnützigen Initiativen, SozialunternehmerInnen und KünstlerInnen für kürzere Arbeitsaufenthalte zur Verfügung. Das Stechlin-Institut ist ein idealistisches Projekt, das aus großer Naivität entstanden ist, weil wir der Meinung waren, dass wir als KünstlerInnen die Welt verbessern müssen, dass wir da echt etwas beizutragen haben. Innerhalb des bestehenden Kunstsystems haben wir keine Möglichkeit gesehen.
Wir verstehen das Stechlin-Institut als Hybrid zwischen einem Kunstwerk, das durch die Teilhabe aller entsteht, und einem ganz phantastischen Ort, der engagierten Menschen für Klausur, Entspannung und Austausch gewidmet ist. Neben den Initiativen leben hier sozial engagierte Künstler*innen. Für 3-10 Tage teilt man sich Raum und Zeit. Uns liegt viel daran, Menschen zusammenzubringen und sie dabei zu unterstützen, ihre Ideen Wirklichkeit werden zu lassen. Wie Cornelius Castoriadis sind wir überzeugt von der “schöpferischen Einbildungskraft des Menschen als unerschöpfliche Quelle von Neuem und nie erlahmende Triebkraft der Selbstveränderung einer Gesellschaft.” Und das betrifft eben nicht nur die Künstler*innen. Künstlerisches Denken ist ein emanzipatorischer Prozess. Es verändert nicht, was störend ist – es schafft eine andere Perspektive darauf.

Ihr sprecht davon, soziales Engagement zu fördern, wie kann man sich das vorstellen?
Die Zahl der sozial engagierten Menschen in Deutschland wächst. Diese Leute stecken all ihre Ressourcen in die Arbeit, für die sie brennen, und überwinden mit ihrer Energie und Freude große Hürden. Durch ihr Wirken wird die Gesellschaft gestaltet. Gleichzeitig brauchen auch Engagierte langfristig Selbstfürsorge, Stärkung und Ermutigung, damit ihnen nicht die Luft ausgeht. Joana Breidenbach, Co-Gründerin von betterplace.org, hat das kürzlich auf tbd* ziemlich gut beschrieben.
So ein Ort, an dem die Leute in eine neue Verbindung zu sich, zueinander, mit KünstlerInnen und auch mit anderen Initiativen kommen können, ist eine wunderbare Situation, um Kraft zu tanken, um sich der Selbstfürsorge zu widmen, sich zu konzentrieren, aber eben auch, um neue Impulse zu bekommen. Das alte Gutshaus, umgeben von Wald und Wiesen und in der Nähe zum glasklaren Stechlinsee, eignet sich dafür perfekt.

Was war die Motivation dahinter, das Stechlin-Institut zu gründen?
Wir wollen unsere Handlungsspielräume als Künstler*innen verändern. Statt im weitesten Sinne ‍‍‍‍‍‍‍‍‍‍‍‍‍‍‍‍‍‍‍‍Objekte für den Kunstmarkt zu produzieren, wollen ‍wir uns mit unserer Arbeit gesellschaftlich engagieren. Uns hat das symbolische Arbeiten einfach nicht mehr genügt – nur aufzuzeigen und Lärm zu machen. Mit dem Stechlin-Institut wollen wir einen Ort schaffen, an dem Leute wirklich miteinander reden, der das Beste in ihnen hervor lockt. Helfende in sich zu stärken und daran zu erinnern, dass sie die Autoritäten sind für das, was möglich ist, hat auf gesellschaftlicher Ebene einen Riesenimpact für die Lösung sozialer Probleme. Wir wollten etwas verändern, wir wollten etwas tun. Mit dem Haus können wir unsere Kunst wirksam werden lassen.

Wie können Sozialunternehmer*innen von eurem Angebot profitieren?
Wir sehen da zwei wesentliche Aspekte: Einerseits der Rückzug, persönlich wie auch als Gruppe, die konzentrierte Arbeit, das Eingebettet-Sein in eine wunderbare Natur. Andererseits finden wir den Dialog für die Entwicklung neuer Perspektiven wichtig.
Das Stechlin-Institut hat für ungefähr 15 Leute Platz. Bis Oktober werden noch Termine zwischen 3 und 10 Tagen vergeben. Der Aufenthalt kostet ab 12 Euro pro Nase und Tag. Wenn eine andere Gruppe mit dazukommt, finden wir das toll. Dann kostet das nur 10 Euro. Meldet euch einfach bei uns!
Bisher waren vor allem Berliner Organisationen und Künstler*innen da. Wir sind glücklich über die ersten begeisterten Rückmeldungen der Teams von betterplace.org, der Open Knowledge Foundation und dem Impact Hub Berlin.

Was waren die größten Hürden, die ihr bei der Gründung des Instituts bewältigen musstet, und wie habt ihr diese Hürden gemeistert?
Die große Hürde, die wir gemeistert haben, war der Erwerb des Gutshauses, das jetzt für das Stechlin-Institut zur Verfügung steht. Wir hatten überhaupt kein Geld dafür und sind dann auf die Stiftung Edith Maryon gestoßen, die Grundstücke aus dem spekulativen Kreislauf herausnimmt und an gemeinnützige oder kulturelle Träger weitergibt. Jetzt können wir die nächsten 99 Jahre mit Haus und Grundstück arbeiten.

Was möchtet ihr sonst noch mit unserer Community teilen?

Wir hatten alle einen Traum. Mittlerweile träumen wir nicht mehr, wir haben begonnen etwas zu tun. Wir bewegen und verändern. Wir sind hier, das ist unser Leben. Lasst uns zusammensein, einander beistehen und unsere Erfahrungen austauschen.
Das Stechlin-Institut ist Euer Ort, wenn ihr dringend ein paar Tage raus müsst, um für euch zu sein, um miteinander zu sein – um für ein paar Tage an etwas zu arbeiten und mit Abstand und Ruhe Kraft für die nächsten Aufgaben zu schöpfen.

1.August 2017

Hier das Interview direkt bei tbd*


Ort

Der Ort ermöglicht Rückzug und Öffnung – die Gemeinschaft bietet Motivation und Perspektive. Dies ist die Basis, auf der ihr aufgefordert seid, euren Aufenthalt mit eurem Engagement selbst zu gestalten.

Das Haus

Es ist ein altes Haus, das auch bei heißem Wetter kühl bleibt. Es hat pro Etage eine Fläche von rund 200 Quadratmetern. Momentan werden zwei Etagen zum Wohnen/Leben genutzt. Es gibt Betten für 15 Leute. Die Hauptetage kann beheizt werden, der Dachboden (hauptsächlich Schlafraum) ist noch ungedämmt.
Das Wifi ist ein Breitbandanschluss, mobiler Datenempfang ist allerdings eher mau. Noch ist das Haus nicht barrierefrei.

Die Räume

Die meisten Räume sind groß und offen – Einzel- oder Doppelzimmer gibt es nicht. An den Esstisch passen alle dran, das Kaminzimmer hat ein paar bequeme Sofas und gemütliche Stimmung machen die Kachelöfen. Es gibt zwei Duschen, drei Toiletten, 15 Betten, zwei Kühlschränke und drei Spülen. Zum Schlafen könnt Ihr Euch frei über das Haus verteilen.

Umgebung

Um das Haus liegt eine riesige Obstwiese und alte Bäume spenden Schatten. Der Große Stechlinsee liegt ungefähr drei Kilometer durch den Wald. Auch der Roofensee in die andere Richtung ist zum Schwimmen und Spazieren klasse.
Überall in der Umgebung gibt es lokale Erzeuger. Die Faradgang hat für das Institut einen Haufen Fahrräder wieder flott gemacht, mit denen man auf Erkundungstouren gehen kann. Zum Biobauern, Fischer, Förster, Ziegenhof, Supermarkt, Bäcker oder Imker…

Geschichte

Das Gut Neu-Roofen wurde 1872 von einer preußischen Familie gegründet, die ihre Ländereien hier zur Landwirtschaft verwenden wollte. Weil der Sanderboden kaum Erträge brachte, verkaufte man Stück für Stück alle Äcker und tauschte irgendwann auch das Haus mit der Forst. In der Zwischenzeit wuchs Neuroofen zu einem kleinen Ort mitten im Wald, an dem Waldarbeiter und Förster ausgebildet wurden. Unter den Nationalsozialisten wurde das Haus erweitert und wurde dann für einige Tage 1945 zum Sitz des Oberkommandos der Wehrmacht. Nach dem Krieg fungierte das Haus als Flüchtlingslager, bevor die Forst in der DDR wieder den Betrieb aufnahm. Zwischenzeitlich war es auch mal Sommerferiencamp für Kinder, Kaufhalle und Jugendclub. Die unterschiedlichen Nutzungen und vielen BewohnerInnen haben alle ihre Spuren eingeschrieben. Nach dieser wechselvollen Geschichte hat die Stiftung Edith Maryon 2014 das Haus für das Stechlin-Institut erworben. Als das Stechlin-Institut einzog, wurde es erst mal bis auf die alten Wände entkernt. Barrierefreier Umbau und Renovierung sind für die nächsten Jahre geplant.


Team

Wir sind Romy und Stef Richter, Initiatior*innen des Stechlin-Instituts, und arbeiten seit etwa 7 Jahren als bildende Künstler*innen an einer sozial engagierten künstlerischen Praxis. 2013 haben wir gemeinsam mit unseren Mitstreiter*innen den Förderverein Stechlin-Institut e.V. gegründet. Seit 2015 führen wir die Stechlin-Dialoge durch. Aus der Selbsthilfeperspektive heraus fingen wir an, Menschen mit Multipler Sklerose und sozial engagierte Künstler*innen mit dem Ziel der jeweiligen Perspektiverweiterung miteinander zu vernetzen. Aufgrund der hohen Nachfrage anderer Non-Profit-Organisationen beschlossen wir, ab 2017 das Format der Stechlin-Dialoge auch für gemeinnützige Initiativen jenseits des Themas Multipler Sklerose zu öffnen.

Sozial engagiertes Projekt im öffentlichen Raum in Bern, 2016:
www.derhimmelvonbern.ch

Unsere künstlerische Ausstellungspraxis ab 2002:
www.brghrd.de

Von 2016-2017 unterstützte uns Matthias Lüdemann tatkräftig als Hausmeister. Seit 2017 füllt Peter Schley die Stelle mit großem Engagement. Beim Organisatorischen wurden wir 2016-2017 von Theresa Kampmeier superkompetent unterstützt.


Dialoge

Stechlin-Dialoge 2017

youvo. Das Team von youvo arbeitet sowohl hauptamtlich als auch ehrenamtlich und mit der Unterstützung von motivierten Volunteers daran, noch mehr spannende soziale Projekte für fähigkeitenbasiertes Engagement zur Verfügung zu stellen. Wir arbeiten dezentral in Berlin, Leipzig und Hannover. Unsere Homepage wird regelmäßig angepasst. Über unsere aktuelle Arbeit, unsere tolle Community und unser weiteres Vorhaben halten wir Euch in unserem Blog und bei Facebook auf dem Laufenden.

 

 

Öffentliche Gestaltungsberatung. Wir sind junge DesignerInnen und StudentInnen der Hochschule für bildende Künste Hamburg und machen Experimentelles Design. Wir finden, dass Design allen zur Verfügung stehen sollte, weil es viel mehr ist als nur schicke Edel-Möbel zu entwerfen. Deshalb bieten wir eine kostenlose Beratung zu Fragen der Gestaltung im privaten und öffentlichen Raum an.

 

 

Enpact The non-profit organisation enpact was founded in August 2013 with the aim of strengthening economic relations between young entrepreneurs from the startup scenes of the Middle East, Africa and Europe. Since then, this goal has been successfully implemented with an innovative startup mentoring programme for promising young entrepreneurs.

 

 

Basics for Feminists* (BFF) – Wissenstransfer zwischen Frauen*
Wir sind eine Gruppe von Frauen*, die sich in unterschiedlichsten beruflichen und gesellschaftlichen Umfeldern bewegen. Und wir alles haben Erfahrungen gemacht nicht Ernst genommen zu werden. Daraus ist im vergangenen Jahr die Idee zu Basics for Feminist entstanden – ursprünglich angedacht als eine Reihe von Workshops in Berlin. Wir wollen uns gegenseitig Raum geben, uns mit unserm Wissen auseinander zu setzten & gegenseitig voneinander zu lernen. Und zwar in einem Rahmen, der offen und sicher ist.

 

 

Polis180 ist ein Grassroots-Thinktank für Außen- und Europapolitik
Wir übersetzen wissenschaftliche Erkenntnisse für politische Entscheidungsträgerinnen. Ideen, Analysen und Lösungsansätze unserer Generation bringen wir durch innovative, partizipative und inklusive Ansätze in den politischen Diskurs ein. In thematischen Programmen und mit neuen und kreativen Formaten entwickeln wir echte Alternativen für eine konstruktive Europa- und Außenpolitik.

 

 

Faradgang e.V. Die Faradgang ist eine bunte Gruppe von Freund*innen, die in Köln und Berlin Projekte realisieren. Sie engagieren sich, indem sie durch Mobilität ein Stück Selbstbestimmtheit, Freiheit und Lebensqualität an Andere weitergeben. Dieses Ziel verfolgen sie zum Beispiel durch wöchentliches Fahrradschrauben mit jugendlichen Geflüchteten.

 

 

Rails Girls Berlin. Rails Girls organisieren Workshops für Frauen, die noch nie programmiert haben und gerne einen Einblick in die Webentwicklung haben möchten. Die Workshops sind meistens einen Samstag lang, dazu kommen Aufbau-Veranstaltungen, selbstorganisierte Lerngruppen und eine Online-Community über Slack und Twitter.

 

 

Kleiner Fünf. “Mit der der Kampagne “Unser Ziel: Kleiner 5” möchten wir mit Euch die Zukunft gestalten. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass keine rechtspopulistische Partei bei der Bundestagswahl 2017 über fünf Prozent der Stimmen erhält und somit in den Bundestag einzieht.”

 

 

Die offene Gesellschaft. Demokratie gibt es nur dann, wenn genug Menschen für sie eintreten, aktiv, überlegt, entschieden. Die Initiative Offene Gesellschaft ist eine bürgerschaftliche Initiative ohne Parteibindung, die für das politische Gemeinwesen so eintritt, wie es im Grundgesetz formuliert ist.

 

 

Impact Hub Berlin. „Im „Impact Hub“ am Kreuzberger Mehringplatz dürfen Gründer nur Projekte vorantreiben, die die Welt zum Guten verändern.“ Berliner Morgenpost

 

 

Open Knowledge Foundation Deutschland. „Die OKFN setzt sich für offenes Wissen, offene Daten, Transparenz und Partizipation ein. Die Arbeit ist stark projektbasiert: Über FragDenStaat.de stellen jährlich Menschen tausende Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz an Behörden. Jugend Hackt fördert das ethische Hacken programmierbegeisterter Jugendlicher. Der Prototype Fund fördert Open-Source-Software. Die Datenschule hilft NGOs im Umgang mit ihren Datenschätzen. Und bei Code For Germany kommen Aktivisten und Entwickler mit Designern zusammen, um Daten der Verwaltung zu befreien und für Anwendungen und Visualisierungen zu nutzen – zum Beispiel luftdaten.info, das in ganz Deutschland Feinstaubsensoren aufstellt und vernetzt.“

 

 

RAA Berlin e.V. Medienhof Wedding. „Wir setzen uns täglich in der Sprach- und Bildungsförderung, bei der Prüfungsvorbereitung für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund und Unterstützung bei Medienpräsentationen ein und kooperieren mit sechs Schulen im Kiezumfeld. 50 Lehramtsstudierende unterstützen an den Schulen und im Medienhof regelmäßig rund 200 Kinder und Jugendliche individuell beim kombinierten Fach- und Sprachlernen. Verstärkt betreiben wir Flüchtlingsarbeit, insbesondere Sprachkurse und Nachhilfekurse für Schülerinnen und Schüler aus Willkommensklassen. Daneben gibt es eine selbstorganisierte Schülerhilfe im Projekt „Schüler helfen Schülern“.

 

 

Betterplace.org. „Wir sind die größte Online-Spendenplattform Deutschlands und bauen praktische Werkzeuge zum Spendensammeln im Internet. Und wir unterstützen soziale Projekte dabei, erfolgreiches Online-Fundraising zu betreiben – mit der technischen Infrastruktur, Expertise und Beratung und indem wir Hilfsprojekte mit Kooperationspartnern aus der Unternehmenswelt zusammenbringen. Auch die Spendenabwicklung für die Hilfsorganisationen übernehmen wir. Außerdem forscht unser lab an der Schnittstelle zwischen „digital“ und „sozial“, also daran, wie sich das Internet und die Digitalisierung zur Verbesserung der Gesellschaft einsetzen lassen.“

 

Stechlin-Dialoge 2016

 

Baumpflanzen. Der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land findet jedes Jahr Leute, die zur Erhöhung der Biodiversität alte Obstsorten hegen. Wir konnten die Obstwiese dadurch wieder mal kräftig aufstocken, haben die Bäume im Verein gepflanzt und sind jetzt 20 Jahre verpflichtet, Boskoop, Schafsnase, Salomé und Co. am Leben zu halten.

 

Die Faradgang kam im späten Sommer erneut mit dem Berliner Team für drei Tage zu uns. Diesmal ging es darum, sich die bisherige Arbeit und Struktur vorzunehmen, neue Ziele des Vereins zu formulieren und sich eine Auszeit zu gönnen.

 

Kreisjugend. Der Kreisjugendring Oberhavel e.V. ist eine Initiative aus der Jugendhilfe. 2016 war die Kreisjugend Oberhavel hier, um den Tag bei uns zu verbringen und eine Hirschkäferwiege unter fachgerechter Anleitung des NABU zu bauen. Dabei werden Eichenstämme so tief in den Boden eingegraben, dass nur noch ein kleines Stück rausguckt, und mit Holzspänen bedeckt. Dort nisten dann die seltenen Käfer. Am Ende waren alle froh und platt von der vielen Arbeit. Und nun heißt es sieben Jahre warten, bis die ersten Hirschkäfer rauskrabbeln!

 

Das Frühjahrstreffen war eine Gelegenheit für Leute, die das Stechlin-Institut bisher noch nicht kannten, etwas über das Haus und die Idee zu erfahren. Bei einer feinen Fisch- und einer noch viel leckereren Kartoffelsuppe hatten Vereinsmitglieder und Interessierte eine gute Zeit zusammen.

 

Unsere Freunde aus der Faradgang kamen schon ein paar Tage vor dem Frühjahrstreffen und halfen bei den Vorbereitungen.

 

In drei Subbotniks und unter der Anleitung unseres Hausmeisters haben wir mit vielen freiwilligen HelferInnen das Fundament des Schuppens wieder fit gekriegt.

 

Stechlin-Dialoge 2015

 

Schuppendach und Brotbacken. Die Bauten hier im Wald haben Bestandsschutz. Neues darf nicht mehr gebaut werden. Entsprechend war es wichtig, das Dach unseres Schuppens zu sichern. Die akrobatische Arbeit von Vereinsmitgliedern wurde mit frischem Brot belohnt. Es war unser erstes Mal am Lehmbackofen.

 

Die Klasse Studio Experimentelles Design von Jesko Fezer an der HfbK Hamburg untersuchte während ihrer Woche bei uns den Ort und verschiedene Möglichkeiten des Zusammenlebens. Ganz wichtig war die gemeinsame Entscheidung, den Jägerzaun einzureißen und dadurch das Grundstück zu öffnen.

 

Absolventen und Studierende der Klasse von Albrecht Schäfer an der Kunsthochschule Weissensee verbrachten eine Woche gemeinsam mit MS Peers. Unser erster Testlauf für die Stechlin-Dialoge. Es entstanden ein wunderschöner Tisch und die Sternenplattform.

 

Die Berliner Faradgang war unser allererster Gast und brachte eine Menge Fahrräder für das Stechlin-Institut mit. Wir haben drei Tage geschraubt, gelacht und hatten eine phantastische Zeit. Rückblickend wurde diese Begegnung zum Anstoß, diesen Ort Menschen zu widmen, die sich sozial engagieren.


Magazin

Stechlin-Magazine No1


Endlich haben wir es geschafft! Wir präsentieren mit dem Heft unseren teilweise langjährigen Unterstützern, Begleitern, Beratern, Freunden, Fans, Zweiflern und Weltverbesserern dieses erste Magazin. Wir wollen teilen, wie in den letzten 4 Jahren aus einer überzeugten Idee Wirklichkeit bzw. Lebendiges wurde. Ermüdet vom Kunstsystem, das sich selbst im Kunstmarkt erschöpfte, wollten wir jenseits von quantifizierten Objekten einen Ort schaffen, an dem Begegnung und künstlerisches Denken neue Perspektiven schaffen. An Multipler Sklerose Neuerkrankten wollten wir eine vierwöchige Wohngemeinschaft mit 
Künstler*innen ermöglichen, um sich selbst, andere, neue bzw. eigene Perspektiven auf ein „gesundes“ Leben mit der Krankheit zu finden. Unser Idealismus, unsere Überzeugung und Naivität war die beste Melange für unseren Mut, dieses Projekt anzugehen. Da wir der Auffassung waren, Gesellschaft brauche eine wissenschaftliche Rechtfertigung dieses „künstlerischen“ Ansatzes, wollte Romy promovieren. Eine Reduktion der Idee auf einen Aspekt, der wissenschaftlich zu bearbeiten ist, das Projekt in Axiome zerteilt und in Regeln packt, war Romys freiem Geist schlußendlich zu eng. Wir stellen das damals verfasste Exposé allem voran, da es die zugrunde liegende Idee ziemlich auf den Punkt bringt. Also, wer sich den Spaß, die Mühe machen oder einfach mehr verstehen will, hat beim Lesen seine Chance.
 Wir wollten ganz praktisch was verändern und damit herausfinden, wie viel Offenheit und Freiheit Gesellschaft verträgt und unterstützt. Es ist wichtig, dass man was tut.

Also haben wir den perfekten Ort gefunden. Ein Haus dazu auch. Die Forst Brandenburg hats der Stiftung Edith Maryon verkauft. Wir haben einen Verein und eine gemeinnützige GmbH gegründet, um das Grundstück zu pachten. Vieles hat geklappt und unsere Fehler haben wir natürlich erst im Nachhinein festgestellt, doch wie anders sollten wir lernen. 
Und so wächst das Projekt mit uns und den Menschen. Wir konnten auch 2015 besondere Leute für unseren Ort begeistern und hoffen, mit diesem Heft unsere Freude zu teilen.

hier das PDF zum Download